Wandern in den Wicklow Mountains (Irland)

Verfasst von Redaktion on 19. Juni 2017 in Wanderwege - Keine Kommentare
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Die Hausberge der Hauptstadt sind schnell, einfach und bequem zu erreichen

Der Gebirgszug der bis zu maximal 925 Meter hohen Wicklow Mountains (Sléibhte Chill Mhantáin) liegt im Osten und Südosten der Republik Irland südlich von Dublin in den Grafschaften Wicklow und Wexford. Geologisch dominieren Granit und Schiefer, die Flora wird von Gräsern, Heidekräutern, Königsfarn und Stechginster bestimmt. Die höchsten Berge der Gegend wie der Lugnaquilla, Mullaghcleevaun, Tonelagee, Corrigasleggaun, Slievemaan, Camenabologue, Kippure, Conavalla, Djouce und Seefingan verfügen fast durchgängig über eine gerundete und plateauähnliche Spitze. Aufgrund der großflächigen Abholzung hat die Bodenerosion teils mannshohe Furchen an den Hängen hinterlassen, die häufig auch als Wanderpfade genutzt werden. Vielerorts werden diese Erosionspfade mit Bodenplanken (Boardwalks) vor weiterer Vertiefung durch Niederschläge und Nutzung geschützt. Seit 1991 ist das Gebiet ein Teil des ca. 200 km² großen Wicklow-Mountains-Nationalparks. Sehenswürdigkeiten und Wanderziele im Park sind etwa die Klosterruinen am Lower Lake aus dem 6. Jahrhundert, der Bullaunstein Derrybawn südlich von St. Kevin’s Church, das Ringfort Cahers aus der Bronze- oder Eisenzeit am Upper Lake, die Megalithanlagen um die Seefin Mountains, die Höhle St. Kevin’s Bed und die Ruinen der Kirche Templenaskellig.

zwischen zehn und zwanzig Kilometern können gut in einer Woche absolviert werden. Die Gehzeit pro Tag beträgt je nach Etappe und Wegbeschaffenheit zwischen ca. anderthalb und sechs Stunden. Start- bzw. Endpunkte der Etappen sind der Marlay Park in Dublin sowie die Orte Glencullen, Glencree, Lough Tay, Oldbridge, Glendalough, Glenmalure, Aughavannagh, Moyne, Tinahely, Boley und Clonegal. Beginnt man seine Wanderung am Marlay Park Ende Juli, kann man sich dort vor dem Start noch das international renommierte Popfestival Longitude Festival ansehen. Weitere Natur- und Kulturdenkmäler entlang der Strecke sind beispielsweise der „German War Cemetery“ und die Mariengrotte bei Glencree, der „Glencullen Standing Stone“, der Powerscourt Wasserfall bei Enniskerry sowie die malerischen Bergseen Lough Tay und Lough Dan.

Der Dublin Mountains Way ist auch für einen Kurzurlaub am Wochenende geeignet

Ebenfalls landschaftlich äußerst reizvoll, jedoch mit 42 Kilometer Länge deutlich kürzer, ist der Dublin Mountains Way (Slí Shléibhte Bhaile Átha Cliath) von Shankill nach Tallaght. Die Etappenorte des Weges sind Shankill, Rathmichael, Carrickgollogan, Barnaslingan, Kilternan, Glencullen, die Three Rock und Two Rock Mountain, Tibradden Mountain, Cruagh Wood sowie Glenasmole and Tallaght. In Shankill können die Burgruinen Puck’s Castle, Shankill Castle und Shanganagh Castle besichtigt werden, in Rathmichael die Turmruine „The Skull Hole“. Carrickgollogan ist für das Industriedenkmal Ballycorus Leadmines bekannt, Barnaslingan für die bizarre Felsformation „The Scalp“. Kilternan ist der Standort des einzigen künstlichen Skihangs in Irland, vom Three Rock Mountain hat man fantastische Fernsicht auf die Dublin Bay. Am Two Rock Mountain liegen die grünen Naherholungsgebiete Ticknock, Kilmashogue und Tibradden. Auf dem Gipfel des Tibradden Mountain befindet sich eine prähistorische Grabstätte mit Felsritzungen, ein nahes Naturdenkmal ist der imposante O’Connell’s Rock. Das Glenasmole Valley ist ein bedeutendes Naturschutzgebiet, auf dem Lugmore Hill südwestlich von Tallaght liegt eine typische bronzezeitliche irische Steinkiste, in der Stadt gibt mit dem Shoppingtempel „The Square“ eines der größten Einkaufszentren in Irland.

Auf den Spuren eines Heiligen durch das sagenhafte grüne Irland wandern

Der lediglich 30 Kilometer lange historische Pilgerpfad Saint Kevin’s Way (Slí Chaoimhin) von Hollywood über die Wicklow Gap bis nach Glendalough kann sogar gut an nur einem Tag bewältigt werden. Seinen Namen hat der Wanderweg vom mittelalterlichen irischen Heiligen und Klostergründer Kevin von Glendalough (ca. 498 bis 618), der das nach ihm benannte Kloster im 6. Jahrhundert gründete. Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sind die Klosterruinen sowie der Stausee Poulaphouca Reservoir und die bronzezeitliche Kultstätte Piper’s Stones bei Hollywood. Genau wie über den Hügeln der gleichnamigen US-amerikanischen Filmmetropole thront übrigens auch über dem irischen Hollywood ein überdimensionierter Schriftzug mit dem weltberühmten Ortsnamen.

 

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